125 Jahre St. Salmanus Bogenschützen Gesellschaft Würselen 1889 e.V.
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Der heilige Salmanus Über sein Leben kennt man nur wenige Details. Salmanus soll wie Jodokus im 7. Jahrhundert gelebt haben. Er soll aus Asturien stammen, war adeliger Feldherr, der sein Schwert gegen den Pilgerstab ausgetauscht haben soll. Dieter P.J. Wynands („Die Geschichte der Wallfahrten im Bistum Aachen“) hat eine zweite erzählte Version festgehalten: „Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hieß es, Salmanus sei ein Gefährte des hl. Jodokus gewesen, habe in Dobach gelebt und sei dort nach einem der Ausbreitung des Christentums gewidmeten Leben gestorben.“ Jedenfalls ist überliefert, dass sein Grab, über dem später die Salmanuskapelle errichtet wurde, über Jahrhunderte große Pilgerscharen angezogen hat, speziell Menschen mit Atemnot und Hustenkrankheiten. Abbildung 3 Bericht aus „Echo der Gegenwart“ Ausgabe Anfang Mai 1900 Sein vorbildliches und am Glauben ausgerichtetes Leben zog die Menschen an. Reliquien von Salmanus finden sich in St. Lucia und St. Sebastian, und am 1. Sonntag im Mai wurde über eine lange Zeit das Fest des hl. Salmanus gefeiert, über Jahrzehnte hinweg mit einem Jahrmarkt und einer Kirmes. Hier gibt es dann auch die Beziehung zu den Jungenspielen und dem Mailiedchen, wie der Leiter des Kulturarchivs Würselen, Heinz Josef Küppers schreibt: "Lott os net ze lang hej stoe, ver mösse no Zalmuenes joe", singen die Maijungen, wenn sie während des Ausrufens des Mailiedes vor einem Haus zu lange auf ihre "Heischegabe" - früher meistens Eier - warten müssen. Doch wem ist heute noch bewusst, welche Bedeutung dieser Mundartsatz eigentlich hat? Auch die Übersetzung ins Hochdeutsche - Lasst uns nicht zu lange hier stehen (gemeint ist: warten), wir müssen zu Salmanus gehen - hilft uns nicht weiter. Vor einigen Jahren wurde der Zeitpunkt des "Ausrufens" verlegt. Der ursprüngliche Termin war die Nacht vom Samstag auf den ersten Sonntag im Mai. […] Beim früheren Ausruftermin war die Bedeutung folgende: die Maijungen wollten die Frühmesse am Festtag des hl. Salmanus pünktlich erreichen.“ Abbildung 4 Bericht aus „Echo der Gegenwart“ Ausgabe Anfang Mai 1909 Abbildung 5 Der hl. Salmanus auf dem Fuß einer Monstranz 1882 (St. Lucia) Salmanus-Kapelle Dobach war klein, aber sehr bekannt durch den früher dort gelegenen Zoll und die Salmanuskapelle, die lange Zeit ein wichtiger Wallfahrtsort war. Etwa 330 Jahre lang (1487 bis 1817) stand in der heutigen Salmanusstraße (früher Grüner Weg) die Salmanuskapelle, die über dem Grab des Hl. Salmanus erbaut wurde und lange Zeit als Wallfahrtsort von großer Bedeutung war. 1902 wurde am ehemaligen Standort der Kapelle ein Wegekreuz errichtet. Abbildung 6 Skizze der früheren Salmanuskapelle Abbildung 7 Heutiges Kreuz an dem früheren Standort der Kapelle (beide Fotos: Sammlung Karl Heinz Klinkenberg).
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