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125 Jahre St. Salmanus Bogenschützen Gesellschaft Würselen 1889 e.V.
Chronik des Vereins Gründung und Geschichte  Dobach und Drisch Die   Würselener   Salmanus   Schützenbruderschaft   ist   im   Ortsteil   Dobach   gegründet   worden   und   ist   dann   nach   Drisch   gezogen.   Die   beiden   Ortsteile   Dobach und   Drisch   standen   daher   im   Mittelpunkt   der   Vereinsgeschichte.   Deshalb   soll   ein   kurzer   Blick   auf   diese   Ortsteile   geworfen   werden,   die   zur   Zeit   der Gründung kleine Wohnplätze waren. Es   wird   gemutmaßt,   dass   der   Begriff   Dobach   eine   Zusammensetzung   von   „Bach“   (Gewässer)   und   „tief“   (Wortstamm   Do)   war.   Obwohl   heute   ein   Bach   nicht mehr   zu   finden   ist,   waren   in   der   Frühzeit   wohl   Gewässer   und   Bachläufe   vorhanden.   Daran   erinnert   beispielsweise   auch   der   Straßenname   „Flußweg“. Bekannt   wurde   Dobach   aber   durch   eine   Zollstelle,   die   sich   an   der   Kreuzung   Dobacher-/Salmanusstraße   befunden   haben   muss.   Dort   verlief   die   frühere Hauptstraße von Aachen über Haaren, den Alten Kaninsberg, den Grünen Weg in Richtung Linden und Neusen. Nach    den    derzeitig    bekannten    Quellen    gab    es    1359    erstmals    eine    urkundliche    Erwähnung    von    Drisch,    damals    „Dreysch“    genannt.    Dobach    und Dommerswinkel,   wo   der   erste   Schießplatz   lag,   wurden   sogar   rund   hundert   Jahre   früher   erwähnt,   nämlich   1241   (Dobach)   und   1256   (Dommerswinkel).   Die Bezeichnung   „Driesch“,   wie   der   Wohnplatz   lange   Zeit   hieß,   verwendete   man   für   minderwertiges Ackerland,   das   einige   Jahre   beackert   wurde,   dann   aber,   da der   Boden   sich   erholen   musste,   brach   liegen   blieb,   sich   dann   selbst   begrünte   und   dann   eine   Zeit   als Viehweide   genutzt   wurde.   So   wird   es   in   dem Wörterbuch von   Johann   Christoph   Adelung   aus   dem   Jahr   1811   erläutert:   „Driesch,   adj.   et   adv.   ein   eigentliches   Niedersächsisches   Wort,   welches   eigentlich   ungepflügt, brach,   bedeutet.   Ein   Feld   driesch   liegen   lassen,   brach.   Daher   drieschen,   einen   Brachacker   zum   ersten   Mahle   pflügen,   brachen,   welches   auch   wendeldrieschen genannt wird. Der Drieschhafer, welcher in ein neu gebrochenes und nur Ein Mahl gepflügtes Grasland gesäet wird.“ Lange Zeit gehörte Drisch zum Weidener Quartier, wie auch Lümeth, Dobach und Dommerswinkel. 1803   wurde   Drisch   Würselen   zugeordnet,   Dobach   und   Dommerswinkel   verblieben   bei   Weiden   und   der   Grüne   Weg/die   Salmausstraße   war   die   Straße,   die Würselen und Weiden trennte. Die    zunächst    eher    landwirtschaftliche    Struktur    dieser    Wohnplätze    erhielt    im Laufe   des   19.   Jahrhundert   eine   industrielle   Ergänzung,   als   die   Gebrüder   Peter Josef   und   Gerhard   Josef   Queck   1871   in   einem   kleinen   Handwerksbetrieb   an   der Sebastianusstraße mit einer Nadelfabrikation begannen. Die dort gefertigten Handnähnadeln wurden bald in ganz Deutschland ausgeliefert und in den Jahren 1873/74 wurde in der Drischer Straße eine neue Fabrik gebaut. Durch die Umstellung auf Dampfmaschinenantrieb und die zusätzliche Herstellung von Maschinennadeln wurde der Betrieb immer größer, die Nadeln wurden europaweit und sogar nach Übersee verkauft. Bis zu 120 Menschen fanden dort am Anfang des 20. Jahrhunderts Arbeit, auf dem Geschäftsbogen von 1907 sind sogar „180 Arbeiter“ genannt. In Drisch gab es 1885 274 Einwohner, in Dobach waren es 78. Zehn Jahre später wurden in Dobach 98 und in Drisch 352 Einwohner gezählt. Schützenleben um 1889 Gegen   Ende   des   19.   Jahrhunderts   gründeten   sich   mit   der   zunehmenden   Einwohnerzahl   zu   den   bestehenden   Schützenvereinen   vier   neue   Gesellschaften,   die St.   Hubertus   Schützen-Gilde Würselen-Morsbach   im   Jahr   1879,   die   St.   Sebastianus   Bogenschützen-Gesellschaft Würselen-Schweilbach   ein   Jahr   später   1880, dann die Salmanus Bogenschützen 1889 und dann noch die St. Hubertus-Schützengesellschaft Würselen-Scherberg 1894. Die neue „Konkurrenz“ veranlasste die St. Sebastianus Schützengesellschaft zu einer Änderung ihrer Statuten: „Den   aktiven   Mitgliedern   der   St.   Sebastiani   Schützengesellschaft   ist   nicht   gestattet,   sich   als   aktives   Mitglied   einer   anderen   Schützengesellschaft   der   hiesigen Gemeinde   anzuschließen.   In   einem   solchen   Falle   wäre   das   Mitglied   sofort   als   aus   der   St.   Sebastiani   Schützengesellschaft   ausgetreten   zu   betrachten.“   Und wirklich:   Nach   Änderung   des   Statuts   traten   8   Schützen   aus   der   Gesellschaft   aus.   War   dabei   auch   der   eine   oder   andere   Schütze,   der   sich   den   Salmanus Bogenschützen zugewandt hatte?   Die Zeit von der Gründung 1889 bis zur Unterbrechung im 2. Weltkrieg Die   Geschichte   der   St.   Salmanus   Bogenschützen   Würselen   ist   in   der   Gründungszeit   nur   bruchstückhaft   dokumentiert.   Im   2.   Weltkrieg,   der   Würselen   stark zerstörte,   sind   wertvolle   Dokumente   verloren   gegangen.   Glücklicherweise   konnte   nach   diesem   Krieg,   als   die   Schützen   sich   1949   zusammensetzten,   vieles aus Erinnerungen und mündlichen Überlieferungen  aufgeschrieben werden. So   wissen   wir,   dass   sich   1889   in   Dobach   einige   Männer   des   Dorfes   im   Restaurant   Graf,   Dobach   34,   zusammenfanden,   um   eine   Schützengesellschaft   ins Leben zu rufen. In der Festschrift aus dem Jahre 1952 heißt es zu den Anfängen: „Wer   die   treibende   Kraft   war,   weiß   man   nicht   mehr.   Fest   steht,   dass   Josef   Bülles   aus Dobach   der   erste   Vorsitzende   des   Vereins   war   und   ihn   etwa   drei   Jahre   führte.   Dann   trat an   seine   Stelle   der   Gastwirt   Andreas   Graf   aus   Dobach,   in   dessen   Lokal   der   Verein   sich versammelte.    Er    hat    bis    1897    die    Geschicke    des    Vereins    geführt.    Man    wird    nicht fehlgehen,   wenn   man   in   Bülles   und   Graf   wohl   die   Initiatoren   und   die   Motore   vermutet, die   dem   jungen   Verein   immer   wieder   Antrieb   gaben,   dass   er   bald   über   die   Gründerjahre hinauskam   und   zu   einem   festgefügten   Ganzen   wurde.   Daß   der   Verein   in   der   Bevölkerung Anklang   fand,   geht   daraus   hervor,   daß   er   bald   30   Mitglieder   zählte.   Für   das   kleine   Dorf eine stattliche Zahl“ Abbildung    8    „Deutsches    Eck“    hieß    die    Schenkwirtschaft    von    Andreas    Graf    an    der    Kreuzung Dobacher-/Salmanusstraße. Dort wurden die St. Salmanus-Bogenschützen gegründet. Geschossen   wurde   anfangs   auf   der   Schützenwiese   in   Dommerswinkel,   etwa   dort,   wo heute   die   Tennisplätze   von   Blau   Gold   Weiden   liegen   und   wo   seit   1872   auch   die   St.   Sebastianus   Schützenbruderschaft   Weiden   eine   Zeit   lang   ihren   König ermittelte. Die „Heimat“-Pfarre der St. Salmanus Bogenschützen war zunächst St. Lucia. Die   Dobacher   Schützen   waren   auch   dem   Bogen-Schützenbund   für   Stadt-   und   Landkreis   Aachen   angeschlossen,   schienen   also   gut   vernetzt   zu   sein   mit   den anderen   Bogenschützen   der   Region.   Im   Adressbuch   von   1904   ist   festgehalten,   dass   A.   Dovermann   aus   Dobach   Kassierer   bei   diesem   Verband   war. Vorsitzender   der   Salmanus   Bogenschützen   war   zu   dieser   Zeit   der   Lokomotivheizer   Albert   Dovermann,   der   dann   wohl   auch   in   die   Verbandsspitze   gewählt wurde. Abbildung   9   Auszug   aus   dem   Adressbuch   1904   für   Aachen   und   Umgebung:   A.   Dovermann von den Dobacher Schützen ist Kassierer beim regionalen Schützenbund. Für   die   Zeit   vor   dem   1.   Weltkrieg   und   zwischen   den   beiden   Kriegen   liegen   nur spärliche    Informationen    vor.    In    der    bereits    erwähnten    Festschrift    1952    wurde notiert: „Bis   1912   war   Albert   Dovermann   Vorsitzender   der   Bruderschaft.   Von   1917   bis 1920 Jakob Kremer, von 1920 bis 1948 Adam Dovermann, mit dessen Namen die Bruderschaft eng verbunden ist.“ Unter   seiner   Regie   wechselte   der Verein   1923   zur   Pfarre   St.   Sebastian.    In   St.   Lucia   war   zuletzt   Pfar rer   Dr.   Bernhard   B ergervoort   der   Präses   der   Gesellschaft, der   1921   als   Pfarrer   in   Weiden   eingeführt   wurde. Auf   dem   Foto   zum   40-Jährigen   Bestehen   ist   dann   Kaplan   Heinrich   Lüpschen   abgebildet,   der   Kaplan   in   St. Sebastian war. Abbildung   10   1929   feierten   die   Salmanus   Schützen   das   40-jährige   Bestehen.   links   Hauptmann   Wilhelm   Lynen,   Mitte   König   Nikolaus   Schäfer,   links   davon   Kaplan   Heinrich Lüpschen,    rechts    davon    Bürgermeister    Dr.    H.    Maciewski,    vorne    links    sitzend   A.    Dovermann.    Die    übrigen    Personen    gehören    überwiegend    dem    Festausschuss    und    der Feuerwehrkapelle an. In    der   Nazizeit   nach   1933   wurden   die   Vereine   in   unserer   Stadt   „gleichgeschaltet“,   sie   sollten   sich   von   den   kirchlichen   Verbänden   lösen   und   einem   neuen Dachverband beitreten. Aus dieser Zeit sind noch Erinnerungen überliefert: „Jede   Gesellschaft   mußte   dann   noch   eine   Kleinkalibergruppe   einrichten.   Das   Schießen   mit   Pfeil   und   Bogen   wurde   unseren   Schützen   noch   gnädigst   gestattet. Häufig   kam   es   im   Vereinslokal   zu   Reibereien   zwischen   Schützen   und   Parteigenossen.   Im   Vereinslokal   hing   ein   Bild   des   40-jährigen   Stiftungsfestes.   Auf diesem   Bild   waren   auch   Geistliche   dargestellt.   Eines   Abends   betraten   verschiedenen   Größen   der   damaligen   Zeit   das   Lokal   und   versuchten,   mit   den anwesenden   Schützen   Händel   anzufangen.   Das   Bild   wollte   man   vernichten.   Mit   der   Schnelligkeit   der   Schützen   hatte   man   nicht   gerechnet,   die   noch   rechtzeitg hinzusprangen und das Bild in Sicherheit brachten. Eines   Abends   hatte   man   auf   der   Vogelstange   eine   Hakenkreuzfahne   gehisst.   Als   die   Schützen   das   sahen,   holten   sie   die   Fahne   herunter   und   verbrannten   sie. Ein   emsiges   Forschen   nach   dem   Verbleib   der   Fahne      setzte   ein.   Da   alle   dicht   hielten,   konnten   die   ‚Übeltäter‘   nicht   festgestellt   werden.   Aus   Rache   schnitt man dann den Schützen die Vogelstange ab.“ Der   Krieg   unterbrach   das   Leben   der   Vereine   und   Schützengesellschaften.   Viele   Vereinsmitglieder   mussten   an   die   Front.   Die   Vereinsfahne   hatte   man rechtzeitig   in   die   Kirche   gebracht,   wo   sie   bis   nach   dem   Kriege   blieb.   Sie   stammt   aus   der   Gründerzeit   und   ziert   heute   eine   Wand   des   Vereinsheimes   der Schützen. Erste Versammlung – erster König nach dem Krieg Der Krieg hatte Würselen verwüstet. Die Stadt war zu fast 80 % zerstört, große Teile der Bevölkerung waren aus der Stadt geflohen. Die Menschen, die in die Heimat zurückkamen, fanden zunächst nur zerstörte Häuser und Wohnungen, es gab anfangs auch weder Strom noch Wasser. An ein Vereinsleben war nicht zu denken, erst mussten die Grundlagen für ein einigermaßen normales Alltagsleben geschaffen werden. Erst 1949, also 60 Jahre nach der Gründung, trafen sich die Schützenbrüder Adam Dovermann, Friedrich Kremer, Josef Breuer und Hubert Hermanns, um die Schützenbruderschaft wieder neu zu beleben. So fand am 2. Oktober 1949 die Gründungsversammlung statt, auf der ein neuer Vorstand gewählt wurde: 1. Vorsitzender wurde Friedrich Kremer, 1. Geschäftsführer Hubert Hermanns und 1. Kassierer Josef Breuer. Adam Dovermann, der Mann, der die Schützen fast 30 Jahre geführt hatte, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Jetzt konnte man sich um den Neustart kümmern. Dazu   musste   eine   Schützenwiese   gefunden   werden,   auch   eine   Stange   für   den   Schießsport   musste   beschafft   werden.   Fündig   wurde   man   in   der   Oststraße (heute Drischfeld) auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes des VfR Würselen. Als   Vereinslokal   wählte   man   die   Gaststätte   Kahlen   auf   dem   Salmanusplatz.   Noch   im   Monat   der   ersten   Versammlung   folgte   am   30.10.1949   der   erste Vogelschuss   nach   dem   Krieg.   Es   gab   nur   eine Armbrust,   die   der   Vorsitzende   Friedrich   Kremer   bereitstellte.   Immerhin   reichten   die   Einnahmen   und   Spenden dieses   ersten   öffentlichen   Auftretens   zum   Kauf   von   zwei   weiteren   Armbrüsten.   Der   Verein   war   zu   diesem   Zeitpunkt   wieder   auf   18   aktive   und   73   inaktive Mitglieder   gewachsen.   Die   guten   Kontakte   zum   Kreuzverein   Drisch   führten   dazu,   dass   der   erste   Königsvogelschuss   am   3.6.1950   zusammen   mit   einem Sommerfest veranstaltet wurde. Jakob Kremer hieß der erste König nach der Unterbrechung durch den Krieg. Kreuzanlage Salmanusplatz Abbildung   11   Kreuzgruppe   auf   dem   Salmanusplatz   um   die   Jahrhundertwende   (1900).   Die   Schützen   haben   mit   dem   Kreuverein   eine enge Verbindung. Bereits   im   19.   Jahrhundert   schmückte   den   Salmanusplatz   eine   Kreuzanlage.   Die   erste   Fotografie   des   Kreuzes   stammt   aus dem   Jahre   1898.   Die   Anlage   ist   aber   sicherlich   älter,   was   heute   nicht   mehr   eindeutig   nachzuweisen   ist.   Zur   Er-   und Unterhaltung   dieser   von   den   Drischer   Einwohnern   geliebten   Anlage   wurde   bereits   1910   ein   „Kreuzverschönerungs- verein“   gegründet.   Durch   die   unselige   Machtübernahme   der   National-sozialisten   musste   die   Kreuzanlage   1943   weichen und einem Löschteich Platz machen. Bereits   1949/50,   also   kurz   nach   dem   2.   Weltkrieg,   erhielt   die   Drisch   wieder   ihre   geliebte   Kreuzanlage.   Ein   hölzernes Kreuz nebst Holzkorpus stand auf einem aus schwerem Bruchstein gemauerten Altar. 1971   wurde   dann   der   Salmanusplatz   neu   gestaltet   (Der   Steinbelag   ist   heute   noch   vorhanden!).   Das   Kreuz   hatte   nach   gut 20    Jahren    das    Zeitliche    gesegnet    und    konnte    nicht    mehr    erhalten    werden.    Auf    einem    Waschbetonsockel    –    eine Modeerscheinung zum damaligen Zeitpunkt – wurde ein hölzernes Hochkreuz ohne Korpus errichtet. Aber auch dieses Kreuz musste nach knapp 15 Jahren den hiesigen Wetterverhältnissen Tribut zollen. Es war einfach verrottet. Doch die Bewohner der Drisch waren jetzt richtig umtriebig und ermöglichten durch eine Haussammlung den Erwerb eines aus Blaustein bestehenden Kreuzes, das einfach auf den Waschbetonsockel aufgesetzt wurde. Der damalige Pastor der hiesigen Pfarrgemeinde St. Sebastian, Pastor Oberbandscheidt, schenkte dem Kreuzverein einen gusseisernen Korpus. Dieser stammte von einem Kreuz, welches vormals die Ruhestätte des allseits bekannten Dechant Goergen schmückte. So hatte die Drisch 1985 wieder eine vorzeigbare Kreuzanlage. Am   Ende   des   Jahres   1999   konstituierte   sich   der   Kreuzverein   neu.   Neben   der   dauernden   Unterhaltung   des   Kreuzes   fasste   man   im Verein   ins Auge,   die Anlage zu   verschönern.   Durch   zahlreiche   Mitglieder   und   deren   Beiträge   war   es   bereits   2005   so   weit:   Ein   Umbau   und   eine   damit   einhergehende   Verschönerung   der Kreuzanlage konnte in Angriff genommen werden. Der   Waschbeton   wurde   entfernt   und   durch   eine   Altaranlage   in   belgischem   Granit   ersetzt.   Der   Altarvorplatz   wurde   aufwendig   mit   Blausteinplatten   belegt. Eine prächtige Kreuzanlage ist entstanden, die bis zum heutigen Tage ein Juwel für den Ortsteil Drisch ist. Die 1950er Jahre Die   Schützen   mussten   1950   aber   einen   unerwarteten   Rückschlag   hinnehmen. In   der   Oststraße   sollte   auf   der   Schützenwiese   ein   Fußballplatz      geschaffen werden   und   die   Schützen   wechselten   auf   eine   Wiese   neben   der   Nadelfabrik Queck   an   der   Drischerstraße.   Vereinslokal   wurde   wieder   die   Gaststätte   Berks, wo man bereits früher „zuhause“ war. Abbildung 12 So sah die Gaststätte Berks früher aus, die 1950 Vereinslokal der Salmanus Bogenschützen wurde. Bereits     am     5.8.1950     konnte     man     auf     der     neuen     Schützenwiese     ein Eröffnungsschießen durchführen. In   der   Festschrift   zum   100-Jährigen   Bestehen   1989   ist   diese   erste   Zeit   mit   viel Lokalkolorit festgehalten: „Das   Schlussschießen   1950   wurde   auf   den   8.10.   angesetzt.   Dies   ist   insofern erwähnenswert,   als   die   Preise   zu   dieser   Zeit   erheblich   anders   aussahen   als heute.   So   wurden   auf   den   Vogel   folgende   Preise   ausgeschossen:   linker   Flügel: 1   Flasche   Schnaps,   rechter   Flügel:   1   Wurst,   Kopf:   1   Schweinssülze   und   der Rumpf:   1   Waschstuhl.   Beim   anschließenden   Klappenschießen   wurde   folgende   5   Preise   ausgesetzt:   1.   Preis:   1   Wandkaffeemühle,   2.   Preis:   1   Flasche   Schnaps, 3.   Preis:   1   Brotschale,   5.   Preis:   1   Pfeife   mit   Tabak.   Für   die   Gesellschaft   wurden   in   dieser   Zeit   viele   kameradschaftliche   Zusammenkünfte   veranstaltet,   bei denen   der   Kreuzverein   selten   fehlte.   1951   schlossen   sich   schon   einige   Schützenvereine   zusammen,   um   die   Kameradschaft   auch   nach   außen   zu   tragen   und Schießwettbewerbe    durchzuführen.    Die    Salmanus-Schützen    trugen    auch    hier    zum    Gelingen    bei.    So    mancher    errungene    Preis    wurde    im    Vereinslokal aufbewahrt   und   zeugte   vom   Erfolg   des   bestehenden   Vereins.   Ende   1952   wurde   wieder   einmal   das   Vereinslokal   gewechselt,   die   Schützen   zogen   nun   in   das Lokal   Houben.   Die   Satzungen   bestimmten   einen   festen   jährlichen   Ablauf   des   Vereinsgeschehens,   so   auch   das   alljährliche   Königsschießen.   Ein   regelmäßiges Vergleichsschießen   mit   den   Schweilbacher   Schützen   war   ebenfalls   Bestandteil   des   Vereinslebens.   1952   musste   die   nun   schon   um   3   Jahre   verspätete   60-Jahr- Feier   nachgeholt   werden.   Die   Feierlichkeiten   waren   vom   5.   bis   einschl.   7.   Juli   vorgesehen.   Trotz   vieler   Mühen   war   es   den   Schützen   nicht   vergönnt,   ein einträgliches Fest zu feiern. Der Wettergott spielte diesmal nicht mit und ließ es unaufhörlich regnen.“ Abbildung   13   Die   Salmanus   Bogenschützen   im   Jahr   1952.   Da   man   den   Verein neu   aufbauen   musste,   feierte   man   das   60-Jährige   Jubiläum   erst   1952.   2.   v.   l.     sieht   man   den   Ehrenvorsitzenden   Adam   Dovermann,   in   der   Mitte   (mit   Bart) Heinrich    Schöner,    einen    der    Mitbegründer    des    Vereins.    7.    v.    r.    ist    der Vorsitzende Friedrich Kremer. Friedrich   Kremer   blieb   bis   zum   März   Vorsitzender,   musste   dann   aber aus    gesundheitlichen    Gründen    aufhören.    Neuer   Vorsitzender    wurde Hubert   Herrmanns,   der   den   „Verein   weit   über   die   Grenzen   der   Stadt Würselen bekannt“  machte, wie es in der alten Festschrift heißt. Ein    toller    Erfolg    wurde    1956    erzielt.   Am    26.   August    wurde   Theo Hermanns   in   Aachen-Burtscheid   Bundeskönig.   Das   wurde   im   Kank mit   einem   Bundeskönigsball   am   29.9.1956   gefeiert,   der   von   vielen Vereinen    und    Vertretern    des    öffentlichen    Lebens    besucht    war.    Im selben   Jahr   wurde   die   über   60   Jahre   alte   Tradtitionsfahne   restauriert. Von der Gaststätte Houben wechselte man erneut in den Salmanushof. 1957,   ein   Jahr   später,   wurde   ein   grenzüberschreitender   Verband   der   Armbrustschützen   gegründet,   dem   zunächst   13   Vereine   aus   Belgien,   den   Niederlanden sowie   der   Stadt   und   dem   Kreis   Aa chen   angehörten.   Zwar   sind   nicht   mehr   alle   Vereine   dabei,   aber   der   Verband   besteht   weiter   fort   als   "Internationale Vereinigung der Bogenschützen Holland und Deutschland". Es   ist   eine   festgefügte,   völkerverbindende   Gemeinschaft   unserer   Grenzregion,   die   vorbildlich   und   wertvoll   ist.   U.a.   wird   jedes   Jahr   ein   Grenzlandkönig   unter den einzelnen Königen der Vereine ermittelt. Friedrich   Kremer   blieb   bis   zum   März   Vorsitzender,   musste   dann   aber   aus   gesundheitlichen   Gründen   aufhören.   Neuer   Vorsitzender   wurde   Hubert   Herrmanns, der den „Verein weit über die Grenzen der Stadt Würselen bekannt“  machte, wie es in der alten Festschrift heißt. Ein    toller    Erfolg    wurde    1956    erzielt.   Am    26.   August    wurde    Theo    Hermanns    in   Aachen-Burtscheid    Bundeskönig.    Das    wurde    im    Kank    mit    einem Bundeskönigsball   am   29.9.1956   gefeiert,   der   von   vielen Vereinen   und Vertretern   des   öffentlichen   Lebens   besucht   war.   Im   selben   Jahr   wurde   die   über   60   Jahre alte Tradtitionsfahne restauriert. Von der Gaststätte Houben wechselte man erneut in den Salmanushof. 1957,   ein   Jahr   später,   wurde   ein   grenzüberschreitender   Verband   der   Armbrustschützen   gegründet,   dem   zunächst   13   Vereine   aus   Belgien,   den   Niederlanden sowie   der   Stadt   und   dem   Kreis   Aa chen   angehörten.   Zwar   sind   nicht   mehr   alle   Vereine   dabei,   aber   der   Verband   besteht   weiter   fort   als   "Internationale Vereinigung der Bogenschützen Holland und Deutschland". Es   ist   eine   festgefügte,   völkerverbindende   Gemeinschaft   unserer   Grenzregion,   die   vorbildlich   und   wertvoll   ist.   U.a.   wird   jedes   Jahr   ein   Grenzlandkönig   unter den einzelnen Königen der Vereine ermittelt. Anfang   1958   mussten   die   Schützen   erneut   eine   neue   Schützenwiese   suchen.   Diesmal   zog   der   Verein   auf   ein   Grundstück   an   der   Krottstraße.   Die   alte Vogelstange aus Holz musste weiter ihren Dienst tun, weil der Verein eine neue Investition noch nicht tragen konnte. Die 1960er Jahre In   den   60er   Jahren   gab   es   eine   Reihe   von   Neuerungen.   Um   die wertvolle   alte   Traditionsfahne   zu   schonen,   beschloss   man,   eine neue      Vereinsfahne      anzuschaffen.      Das      übernahmen      die Schützenfrauen,   die   eine   Sammlung   veranlassten,   und   nach   etwa einem   Jahr   war   die   nötige   Summe   zusammengekommen.   Sie konnten   dem   Verein   die   neue   Fahne   zum   Patronatsfest   am   1. Sonntag   im   Mai   1961   überreichen,   so   dass   der   Präses   Dechant Goergens sie an diesem Festtag weihen konnte. Abbildung    14    Die    neue    Fahne    wird    gezeigt.    Klaus    Pütz    hält    die    alte Fahne,     neben     der     links     Peter     Hermanns     steht.     Die     neue     Fahne präsentieren Anton Hermanns und Willi Braun (rechts). Das    Werben    um    junge    Mitglieder    hatte    Erfolg.    1963    wurde erstmals   ein   Prinzenschießen   durchgeführt,   das   Peter   Hermanns für   sich   entscheiden   konnte.   Er   wurde   der   erste   Prinz   der   St. Salmanus-Bogenschützen. Im   Jahre   1964   feierten   die   Schützen   ihr   75-Jähriges   Bestehen. Die   Kassenlage   ließ   eine   Feier   in   einem   Festzelt   nicht   zu,   aber dennoch   wurde   ein   schönes   Fest   gefeiert.   Man   traf   sich   zum Ehrenabend   und   zum   Dorfabend   im   Jugendheim   St.   Sebastian. Aus Anlass   dieses   Festes   wurden   die   Salmanus-Schützen   Mitglied   im   Deutschen   Historischen Schützenbund. Abbildung   15   Die   Salmanus   Bogenschützen   1964   -   im   Jahr   des   75-Jährigen   Bestehens. Auf dem   Bild   zu   sehen   u.a.   der   Schützenkönig   aus   1963   Laurenz   Funken,   der   Hauptmann Lambert     Funken     (stehend     links     hinter     Laurenz     Funken,     der    Vorsitzende     Hubert Hermanns   und   der   spätere   Schützenkönig   im   „Jubiläumsjahr“   Johann   Ophoven   (sitzend links neben dem Schützendkönig). Abbildung   16   Der   älteste   Schütze,   der   80-Jährige   Johann   Ophoven   wurde   1964   Schützenkönig,   also   im   Jahr   des   75-jährigen   Bestehens.   Es   gratulierte   das   Ehrenmitglied   Nikolaus Plum. 1965   wurde   dann   nach   vielen   Diskussionen   beschlossen,   für   jeden   Schützen   einen   Uniform-Rock   zu   stellen.   Den   Schützenhut   und   die   schwarze   Hose   musste jeder   selbst   erwerben.   Da   die   Kasse   den   Betrag   nicht   hergab,   musste   erneut   gesammelt   werden,   und   wie   bei   der   neuen   Fahne   halfen   die   Schützenfrauen   mit, die Summe bei Inaktiven, Freunden und Förderern einzuwerben. Der Verein präsentierte sich nun in grüner und schwarzer Farbe der Öffentlichkeit. Bei   einem   orkanartigen   Sturm   im   Oktober   1967   brach   die   Schützenstange   auseinander,   so   dass   der   Verein   erneut   vor   ein   großes   finanzielles   Problem   gestellt war. Da das Schießjahr vorbei   war,   hatte   man   Zeit,   auch   diese   Herausforderung   zu   meistern.   Die   Mitglieder   gingen   mit   einer   Spendenliste   von   Tür   zu   Tür,   so   konnte   zumindest   ein Unterbau   aus   Eisen   geplant   werden.   Die   Stadt   Würselen   erlaubte   den   Schützen,   im   stadteigenen   Forst   einen   Baum   zu   schlagen,   aus   dem   eine   Vogelstange gefertigt    wurde,    die    später    durch    einen    Eisenmast    ersetzt    wurde.    Zum    80-Jährigen    Bestehen    der    St.    Salmanus-Bogenschützen    stiftete    der    damalige Bundeskanzler   Kurt   Georg   Kiesinger   auf   Antrag   eine   Plakette.   Diese   Plakette   wurde   als   Wanderplakette   über   mehrere   Jahre   ausgeschossen   und   ziert   heute die Schützenwand im Vereinsheim. Die Feierlichkeiten zu diesem Fest fanden bei denkbar schlechtem Wetter statt. Die 1970er Jahre Eine    weitere    Investition    konnte    gemeistert    werden.    Die    Schützen    bauten    sich    einen    festen Geräteraum.   1971   war   der   Jubel   besonders   groß.   Der   Vorsitzende   Hubert   Hermanns,   der   1926 Salmanus-Schütze   geworden   war,   errang   nach   45   Jahren   erstmals   die   Würde   des   Schützenkönigs. Wenig   später,   1974,   gab   Hubert   Hermanns   dann   das   Amt   des   Vorsitzenden   in   neue   Hände.   Der Verein zeichnete ihn besonders aus und ernannte ihn zum Ehrenpräsidenten. Abbildung   17   Von   links   nach   rechts:   Günther   Kroll,   Hubert   Hermanns,   Jakob   Baumann   und   Peter   Grafen, Jungenspielteilnahme 1971 Gewählt   wurde   Günter   Kroll.   Mit   dem   jungen   neuen   Vorsitzenden   kamen   auch   neue   Schützen   zum Verein, der sich bei einer Mitgliederzahl von etwa 25 „einpendelte“. Auch   öffnete   man   sich   stärker   der   Bevölkerung   und   führte   1977   das   „Volkskönigsschießen“   ein. Der   Erfolg   sprach   für   sich,   als   32 Teilnehmer        die        Möglichkeit nutzten,   mit   der   Armbrust   zu   schießen.   Bis   heute   gehört   das   Volkskönigsschießen   zu   den Vereinsangeboten,   die   rege   genutzt   werden. Aus   persönlichen   Gründen   musste   Günter   Kroll 1977   sein   Amt   in   neue   Hände   gegen,   sein   Nachfolger   wurde   Alo   Baumann.   Nach   der Bundeskanzlerplakette   stiftete   Bundesinnenminister   Maihöfer   einen   Zinnteller   als   neuen Wanderpreis.   Die   Schützen   konnten   eine   Reihe   von   Erfolgen   erzielen.   1978   und   1979 wurden   erst   Alo   Baumann   und   dann   Lambert   Hackhausen   Grenzlandkönige,   außerdem konnte   die   Salmanusschützen   1978   erstmals   die   Stadtmeisterschaft   für   sich   entscheiden,   die von   den   Schützen   aus   Schweilbach,   Bardenberg   und   Drisch   ausgeschossen   wird.   Vom   25. bis   zum   27.   Mai   stand   dann   auf   der   Schützenwiese   das   Festzelt,   in   dem   man   das   90-Jährige Bestehen   feiern   konnte.   Die   Schirmherren   Bürgermeister   Willi   Gülpen   und   Stadtdirektor Albert   Cramer   überreichten   eine   neue   Armbrust,   und   sonntags   feierte   man   im   Zelt   eine Messe. Abbildung   18   Sie   konnten   1979   das   90-Jährige   Jubiläum   feiern:   Die   aktiven   Schützen   der   Salmanus Bogenschützen auf der Schützenwiese an der Krottstraße. Die 1980er Jahre Man   kann   mit   Fug   und   Recht   sagen,   dass   die   Salmanus   Bogenschützen   in   ihrer   Vereinsgeschichte   mehr   Probleme   meistern   mussten   als   manch   anderer Verein.      Als   1980   vom   Eigentümer   ein   Teil   der   Schützenwiese   verkauft   wurde   und   dort   ein   Neubau   entstehen   sollte,   mussten   die   Schützen   sich   eine   vierte Heimat   nach   dem   Neubeginn   1949   suchen.   Horst   Schütze   war   1980   Vorsizender   geworden,   und   auch   beim   Präses   gab   es   einen   Wechsel.   Man   begrüßte   den neuen   Pastor   Hans   Landen,   weil   Pastor   Oberbandscheidt   sich   von   Würselen   verabschiedete.   Auch   die   Schützenuniformen      hatten   ihre   Einheitlichkeit verloren,   weil   neue   Uniformjacken   in   Farbe   und   Stoff   unterschiedlich   waren,   so   dass   man   zu   Beginn   des   Jahres   1980   eine   komplett   neue   Uniform   anschaffte, diesmal   mit   Jacke,   Hose   und   Schützenhut.   Der   Verein   ließ   sich   1984   ins   Vereinsregister   eintragen   und   erhielt   die   Gemeinnützigkeit.   Noch   zweimal   gab   es einen   Wechsel   an   der   Vereinsspitze.   Horst   Schütze   kandidierte   aus   persönlichen   Gründen   1986   nicht   erneut,   sein   Nachfolger   wurde   Wilfried   Prümm   als   bis dahin   jüngster   Vorsitzender   des   Verein.   Der   wiederum   musste   ein   Jahr   später   –   der   Beruf   erforderte   diese   Entscheidung   –   das   Amt   weitergeben   an   Heinz Widemeyer. Jahrelang    hatte    man    vergeblich    nach    einer    neuen    Schützenwiese    Ausschau gehalten,    die    Zeit    wurde    knapp.    Mit    dem    Bau    auf    dem    Grundstück    war    im Frühjahr   1987   begonnen   worden,   es   war   gerade   noch   möglich,   einen   beengten Schießbetrieb   durchzuführen.   Im   Herbst   1987   konnte   der   Verein   dann   einen   Teil des   damals   ungenutzten   Geländes   am   Güterbahnhof   pachten,   und   mit   Hilfe   der Stadt   und   großer   Einsatzbereitschaft   der   Schützen   konnte   es   tatsächlich   geschafft werden,   bis   zum   Mai   1988   aus   der   ehemaligen   Wildnis   eine   vorzeigenswerte Hocharmbrustschießanlage zu errichten, wie es die Festschrift 1989 festhielt. Abbildung 19 Die neue Schützenwiese in ihrem Urzustand. Nach der Einsegnung durch Pastor Landen konnt 1988 der Schießbetrieb dort aufgenommen werden, wo die Schützen inzwischen 25 Jahre „zuhause“ sind. 1989    wurde    dort    noch    eine    Kreuzanlage    errichtet,    und    inzwischen    bietet    ein Vereinsheim die Möglichkeit zu einem regen Vereinsleben. So   konnte   man   nach   diesem   aufregenden   Jahrzehnt   voller   Veränderungen   und Herausforderungen   das   100-Jährige   Bestehen   des   Vereins   feiern.   In   der   Chronik ist festgehalten: 100   Jahre   St.   Salmanus   Bogenschützen-Gesellschaft,   eine   sehr   lange   Zeit.   Vom   11.08.89 bis   13.08.89   wurde   das   100-Jährige   Bestehen   des   Vereins   in   einem   Festzelt,   das   sich   in der    Nähe    des    neuen    Schießstandes    befand,    gefeiert.    An    diesem    Fest    nahmen    17 Bogenschützengesellschaften    aus    Holland,    Belgien    und    dem    Kreis    Aachen    teil.    Beim großen    Festzug    nahm    auch    erstmals    das    Markt    Precketer    Jungenspiel    teil.    Diese freundschaftliche   Beziehung,   die   auch   heute   noch   besteht,   verdanken   wir   dem   damaligen Vorsitzenden   des   Jungenspiels   Markt-Preck,   Herrn   Willi   Kriescher   sowie   Herrn   Hubert Maaßen.   Wenn   man   bedenkt,   dass   unsere   Jubiläumsfeierlichkeiten   zum   größten   Teil   aus eigenen   Kräften   auf   die   Beine   gestellt   worden   war   und   eine   Handvoll   Schützen   ohne diesbezügliche   Erfahrung   das   Fest   fast   reibungslos   über   die   Bühne   gebracht   haben,   so können   wir   stolz   auf   100   Jahre   St.   Salmanus   Schützenbruderschaft   zurückblicken   und voller   Optimismus   in   die   Zukunft   sehen.   Die   Gesellschaft   zählte   zu   diesem   Zeitpunkt   18 aktive   Mitglieder.   Bei   den   anstehenden   Neuwahlen   im   Januar   1990   wurde   Horst   Schütze wieder   als   1.   Vorsitzender   gewählt.   Er   bedankte   sich   bei   dem   gesamten   Vorstand   des Vorjahres für die geleistete Arbeit beim 100-Jährigen Jubiläumsfest. Abbildung 21 Die Salmanus Bogenschützen bei ihrem 100-Jährigen Jubiläum Die Jahre 1989 - 2014 Die   neue   Schützenwiese   am   Güterbahnhof   wurde   von   den   Schützen   gut   angenommen,   schnell   war der Entschluss gereift, dort auch ein Vereinsheim zu bauen. In der Chronik heißt es dazu: Im   Oktober   1996   war   es   dann   so   weit:   die   Schützen   begannen   mit   ihrem   lang   ersehnten   Traum,   dem Bau eines Schützenhauses. Abbildung 22  v. l. n. r. Heinz Haffner, Horst Schütze, Arnold Prümm und Leo Kesternich Zum   Ende   des   Jahres   war   man   schon   so   weit   fortgeschritten,   dass   das   Richtfest   gefeiert   werden konnte.   Die   Fertigstellung   wurde   dann   am   30.05.1997   gefeiert.   Zu   dieser   Feier   waren   alle   Gönner und   die,   die   beim   Bau   des Schützenhauses    geholfen hatten,             eingeladen. Besonderer   Dank   galt   an diesem    Abend    jedoch    dem    Schützenbruder    Arnold    Prümm,    der    durch    seinen persönlichen Einsatz dem Verein sehr viel Geld sparen konnte. Zum   Ende   des   Jahres   war   man   schon   so   weit   fortgeschritten,   dass   das   Richtfest gefeiert   werden   konnte.   Die   Fertigstellung   wurde   dann   am   30.05.1997   gefeiert.   Zu dieser   Feier   waren   alle   Gönner   und   die,   die   beim   Bau   des   Schützenhauses   geholfen hatten,     eingeladen.     Besonderer     Dank     galt     an     diesem     Abend     jedoch     dem Schützenbruder   Arnold   Prümm,   der   durch   seinen   persönlichen   Einsatz   dem   Verein sehr viel Geld sparen konnte. Der   Dank   galt   ihm   auch   für   seine   geleistete Arbeit   während   des Aufbaus   der   neuen Schützenstange.    Zu    diesem    Zeitpunkt    zählte    der    Verein    nur    noch    12    aktive Mitglieder,   von   denen   man   sagen   muss,   die   haben   sich   bestens   verstanden.   Denn ohne   dieses   Verständnis   hätte   der   Bau   nicht   realisiert   werden   können,   da   alle Arbeiten in Eigenleistung erstellt wurden. Im   Februar   1998   starb   Hubert   Hermanns   im   hohen   Alter.   Er   hatte   bei   den   Schützen   die   erste   Zeit   nach   dem   2.   Weltkrieg   stark   geprägt   und   schrieb   ein wichtiges   Kapitel   der   Vereinsgeschichte.   Zudem   war   er   einer   der   Mitbegründer   des   Internationalen   Verbandes   Holland   Deutschland.   Er   wird   stets   einen besonderen Platz in unserer Mitte haben.    Im   Januar   2004   stellte   sich   der   Vorsitzende   Horst   Schütze   aus   gesundheitlichen   Gründen   nicht   mehr   für   dieses   Amt   zur   Verfügung.   Er   war   zu   diesem Zeitpunkt   30   Jahre   aktiv   im   Verein   tätig   und   davon   20   Jahre   als   erster   Vorsitzender.   Ihm   wurde   nach Adam   Dovermann   und   Hubert   Hermanns   der   Titel   des Ehrenvorsitzenden   verliehen.   Zum   neuen   Vorsitzenden   wurde   Wilfried   Prümm   gewählt,   der   auch   schon   seit   31   Jahren   Mitglied   der   Gesellschaft   war   und davon   18   Jahre   als   1.   Hauptmann   fungierte.   2005   stand   der   nächste   Höhepunkt   der   Gesellschaft   an.   Udo   Schütze   wurde   erster   Kaiser   der   Gesellschaft.   Er schaffte   es,   3   mal   in   Folge   Schützenkönig   zu   werden.   Solange   es   keinem   anderen   Schützen   gelingt,   Kaiser   zu   werden,   bleibt   Udo   Schütze   Schützenkaiser   der Gesellschaft. Abbildung 23 Die Salmanus Bogenschützen mit ihrem ersten Schützenkaiser Udo Schütze